Projekt | Energiekonzept < ... 1/4 ... >
Projekt | Energiekonzept

Das Klimakonzept resultiert aus der grundlegenden Idee des Entwurfes, die traditionellen Mittel der entsprechenden Klimaregionen zu nutzen. Türme zur Belüftung mit Verdunstungskühlung und das Einsetzen von thermischer Masse im Innenraum sind zwei dieser traditionellen Vorbilder

Das Team kombiniert diese Denkweise der traditionellen Motive mit der Modularität und bringt es im Entwurf in ein Arrangement von Wohnmodulen und Klimafugen. Das Klimakonzept besteht aus drei unterschiedlichen Komponenten. Zunächst werden der Baukörper und die Gebäudehülle dahingehend optimiert, dass die anfallenden Heiz- und Kühllasten minimal bleiben. Das zweite Maßnahmenpaket besteht aus passiven Konzepten, die möglichst ohne, zumindest aber mit sehr geringer Betriebsenergie zur Konditionierung des Gebäudes beitragen. Darauf baut schließlich die aktive Anlagentechnik auf, die mit innovativer, energieeffizienter Heiz- und Kühltechnik in der Lage ist, Spitzenlasten abzudecken. Alle nachfolgenden Komponenten sind separate Systeme, agieren jedoch nur in Abhängigkeit voneinander und prägen das Design des Gebäudes. Dabei war es wichtig, die passiven Möglichkeiten im Entwurf möglichst umfassend auszunutzen und die aktiven Systeme lediglich als Backupsysteme in den jeweiligen Temperaturspitzen im Winter und im Sommer einzusetzen.

Die Kombination traditioneller Grundprinzipien und moderner Materialien und Technologien findet sich auch im Innenraum wieder. Dort erhöhen Phasenwechselmaterialien (PCM) die thermisch wirksame Masse der aus Holz gefertigten Module. Außerdem stellt ein Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung die Minimierung der Lüftungswärmeverluste sicher. Die vorhandene aktiven Systeme sollten aber lediglich als Backupsysteme in den jeweiligen Temperaturspitzen im Winter und im Sommer eingesetzt werden. Die passiven Möglichkeiten werden durch den Entwurf so weit wie möglich ausgeschöpft.

Um den zwar niedrigen aber natürlich dennoch vorhandenen Energiebedarf zu decken, wird die gesamte Gebäudehülle solar aktiviert. Das Dach sowie Ost- und Westfassaden werden wie mit einer zweiten Hülle mit Solarmodulen zur Stromerzeugung versehen. Simulationen zeigen, dass wir über ein Jahr betrachtet nicht nur den Strombedarf unseres Gebäudes mit den Erträgen der PV-Flächen decken, sondern sogar noch zusätzlichen Strom ins Netz einspeisen können. Damit wird unser Gebäude zum Plusenergiehaus.

An den Fassaden kommen dabei PV-Module zum Einsatz, die eine gewisse Transparenz erlauben. Dadurch kommt in der Außenansicht der modulare und mehrschichtige Charakter des Gebäudes zur Geltung.

Zusammen mit dem Energieturm werden damit eine hohe räumliche Flexibilität und spannende Raumbeziehungen hergestellt.