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50.000 Euro for innovation in higher education

Im Rahmen der Ausschreibung „Innovationen in der Hochschulehre“ wurden bundesweit 16 Fellowships vergeben. Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft wählte über eine Jury aus Fachvertretern, Hochschuldidaktikern und Studierenden die Empfänger der mit je 50.000 Euro dotierten Auszeichnung aus. Insgesamt hatten sich 181 Hochschulen beworben. Ein Drittel der Vorschläge stammte aus Baden-Württemberg. Für seinen Antrag wurde Prof. Dr. Jan Cremers von der Hochschule für Technik Stuttgart ausgewählt und wird nun von der Baden-Württemberg Stiftung gefördert. Mit den Fellowships soll der nötige Freiraum geschaffen werden, um neue Lehr- und Prüfungsformate zu erarbeiten und Ideen zur Reform des Studienablaufes zu entwickeln.

Prof. Dr. Jan Cremers, Studiendekan des Bachelor-Studiengangs KlimaEngineering, erhielt eines von 16 Fellowships für das Vorhaben, das Wettbewerbshaus home+ als „lebendiges Labor“ in die Lehre zu integrieren und aktiv zu nutzen. Unter seiner Leitung war die HFT Stuttgart mit einem interdisziplinären Team erfolgreicher Teilnehmer beim „Solar Decathlon Europe 2010“ in Madrid. Das Ergebnis, ein ausschließlich mit solarer Energie betriebenes Wohnhaus, konnte bei dem internationalen Wettbewerb den 3. Platz in der Gesamtwertung belegen, sowie erste Preise in den Disziplinen „Innovation“ und „Construction & Engineering“. Für diese komplexe Aufgabe wurden die Kompetenzen der gesamten Hochschule im Bereich des energieeffizienten Bauens gebündelt. Studierende, Mitarbeiter und Professoren der Fakultät Architektur und Gestaltung und der Fakultät Bauingenieurwesen, Bauphysik und Wirtschaft sowie dem Forschungszentrum zafh.net waren an dem Projekt home+ beteiligt.

„Die interdisziplinäre Weiternutzung des Plus-Energiehauses home+ als lebendiges Labor für innovative Forschung und Lehre stellt ein praxisorientiertes Nachnutzungskonzept an der HFT Stuttgart dar, wobei der Einsatz in der Lehre weiterhin möglichst fakultäts- und studiengangübergreifend sein soll“ erläutert Cremers. Den Studierenden der HFT Stuttgart bieten sich dadurch optimale Studienbedingungen ganz im Sinne des Hochschulprofils. Mit einem „echten“ Plus-Energiehaus vor der Tür lässt sich praxisorientiert das Gelernte vor Ort anschaulich testen und überprüfen. Vor allem für Studierende der Studiengänge KlimaEngineering, Architektur, Bauphysik und SENSE bietet sich das Wettbewerbshaus des Solar Decathlon Europe 2010 auch für innovative Abschlussarbeiten an.

Petra Dabelstein