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Projekt | Innenraum

Der Innenraum wird von vier Modulen geprägt, die mit Abstand zueinander angeordnet sind. Jedes dieser Module beinhaltet eine eigene Funktion beginnend mit der Loggia, dem Wohnmodul mit dem Eingang, dem anschließenden Essmodul und zuletzt dem Schlafmodul. Die Nebenräume sind den einzelnen Bereichen zugewiesen, wie zum Beispiel das Bad dem Schlaf-Modul.

Die durch die Anordnung entstehenden Fugen prägen zum einen die Gestaltung des Hauses und zum anderen dienen sie als sogenannte Klimafugen zur natürlichen Belichtung, Belüftung, Vorerwärmung der Luft im Winter und der passiven Kühlung durch Querlüftung im Sommer.

Außerdem erlaubt eine solche Modularität auch eine Anpassung an verschiedene klimatische Bedingungen. Für ein subtropisches Klima, wie es in Madrid herrscht, wurde die letzte der drei Fugen in einer speziellen Form umgesetzt, die sich an historischer Wüstenarchitektur orientiert. Diese Fuge ragt über den Baukörper hinaus, in ihr befindet sich der sogenannte Energieturm. Er zitiert das Motiv der Turmlüftung in Regionen, in denen es heiß und trocken ist. Im Zusammenspiel von Wind und Verdunstungskühlung wird ein angenehmes Innenraumklima erzeugt.

Abgesehen von diesen Klimafugen sind die Fassaden der Wohnmodule Richtung Ost und West geschlossen. Beide Gebäudeseiten beinhalten im Innenraum verschiedene Funktionen. Die Westseite ist mit Stauraum der Möbel belegt, während im Osten eine Erweiterung des Innenraumes um einen Nebenbereich erfolgt. Dieser Nebenbereich enthält dienende Einrichtungen, wie Küche und Bad.

Eine Schrankzone trennt diesen Bereich vom Aufenthaltsbereich und bedient beide Seiten, Wohnraum und Nebenraum. Eine klare Innenraumstruktur ergibt sich in Nord-Süd Richtung. Der Innenraum wird außerdem durch den schon erwähnten Energieturm in zwei Bereiche unterteilt: in den großen Wohnbereich übergreifend in zwei Module und in den privateren Schlafbereich im Norden.